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Geschäftsjahr 2021: Trotz Pandemie auf Wachstumskurs

Die Spitalzentrum Biel AG (SZB AG) behandelte im Jahr 2021 mit 90 531 Patientinnen und Patienten mehr Menschen als je zuvor. Dem Zentrumsspital der Region Bern Nord ist es trotz seines Engagements in der Bewältigung der Pandemie gelungen, neue Angebote aufzubauen und Marktanteile zu gewinnen. Selbst der zunehmend spürbare Fachkräftemangel tat dieser positiven Entwicklung keinen Abbruch: Die 2018 angestossene Investitionsdynamik konnte aufrechterhalten und die Umsetzung strategischer Vorhaben zur Stärkung der integrierten Gesundheitsversorgung vorangetrieben werden. Die SZB AG schliesst das Geschäftsjahr 2021 denn auch mit einem nahezu ausgeglichenen Finanzergebnis – und dies trotz signifikanter Sonderabschreibungen in Zusammenhang mit dem Neubau in Brügg.

Für das Zentrumsspital der Region Bern Nord beginnt sich die 2018 initiierte, mehrjährige Aufbau- und Investitionsarbeit auszuzahlen: Die konsolidierte Konzernrechnung der SZB AG, die auch die Beteiligungen an Ambulanz Region Biel AG, EndoDia AG, Localmed Biel-Bienne AG sowie der Walk-in Lyss AG berück­sichtigt, weist für das Geschäftsjahr 2021 einen um 11,2% erhöhten Betriebsertrag von 246,7 Millionen Franken aus. Der Betriebs­aufwand stieg um 6,6% auf 233,7 Millionen Franken. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt 13,0 Millionen Franken (Vorjahr: 2,6 MCHF), und auch die EBITDA-Marge – die Aussagen zur langfristigen Investitionstüchtigkeit erlaubt – verzeichnete mit 5,3% im Vergleich zum Vorjahr (1,2%) eine erhebliche Steigerung.

 

Fast ausgeglichenes Finanzergebnis

Selbst unter Berücksichtigung erster signifikanter Abschreibungen für den Standort Beaumont, die in Zusammen­hang mit dem Brügger Neubau-Vorhaben stehen, resultierte mit einem bescheidenen Verlust von -0,1 Mil­lionen Franken (Vorjahr: -7,7 MCHF) ein nahezu ausgeglichenes Finanzergebnis. Die Bilanzsumme belief sich per 31.12.2021 auf 279,0 Millionen Franken (Vorjahr:­ 268,1 MCHF). Die Eigenkapitalquote der SZB AG beträgt nach wie vor hohe 69,0%.

 

Pandemie für Zentrumsspital weiterhin im Fokus

Dass es der SZB AG im Jahr 2 der Pandemie gelungen ist, den eingeschlagenen Wachstumskurs zu halten, ist dem Engagement und der Resilienz ihrer über 1900 Mitarbeitenden zu verdanken. Als einziges Spital mit zertifizierter Intensivstation im Kantonsteil Bern Nord sicherte sie erneut die Behandlung eines Grossteils der schwer erkrankten Patientinnen und Patienten der Region. Mit dem Betrieb des Test-Centers und eines – zunächst kantonalen, nach Einstellung der kantonalen Tätigkeit aber eigenständigen – Impfzentrums, des­sen mobile Equipen auch die entlegensten Weiler des Berner Jura abdeckten, leistete das Zentrumsspital einen beachtlichen Beitrag an die Bewältigung der Pandemie. Im Impfzentrum wurden weit über 150 000 Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen verabreicht, im Testzentrum insgesamt über 60 000 Tests durchgeführt.

 

Mehr Patientinnen und Patienten als je zuvor

Im Jahr 2021 verzeichnete die SZB AG mit über 90 500 Patientinnen und Patienten eine Zunahme der Nachfrage um 14,1%. Der Anstieg fiel im ambulanten Sektor mit +14,9% (Vorjahr: +1,9%) erwartungsge­mäss höher aus als im stationären Bereich, doch liess sich mit +10% (Vorjahr: -5,3%) auch hier eine bemerkenswerte Zunahme feststellen. Damit ist es dem Zentrumsspital gelungen, seine Position im Markt deutlich auszubauen.

Ein erfreuliches Wachstum zeigten insbesondere Gefäss- und Wirbelsäulenchirurgie, Akutgeriatrie, Geburts­hilfe und Schmerzmedizin. Zudem konnte die SZB AG mit der Erweiterung des urologischen Angebots eine Lücke in der regionalen Versorgung schliessen: Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Roland Seiler-Blarer und PD Dr. med. Dominik Abt als Chefarzt bzw. Co-Chefarzt bietet die Klinik für Urologie neu das gesamte Spektrum modernster Diagnostik und Therapie, inklusive robotikgestützter Chirurgie.

Investition und Innovation im ambulanten Sektor

Im Jahr 2021 trieb die SZB AG auch den Ausbau des ambulanten Gesundheitszentrums MEDIN am Bahn­hof voran. Zusätzlich zum hausarztmedizinischen Ärztezentrum Localmed Biel/Bienne AG und den Stütz­punkten der Covid-19-Impf- und Testkampagne, die hier angesiedelt sind, wurden ein Zentrum für Sexuelle Gesundheit und ein zukunftsweisendes Kompetenzzentrum für Diabetes und endokrine Erkrankungen ge­schaffen, das Betroffenen neben einer multidiszipli­nären Versorgung nach State of the Art – in Zusammen­arbeit mit einer Patientenorganisation Empowerment und Unter­stützung für ein selbstbestimmtes Leben bietet; ein innovativer Ansatz, der bei chronischen Erkrankungen künftig vermehrt im Fokus stehen dürfte.

 

Leistungen und Ergebnis 2021*)

 

 

2020

2021

Dif.

Leistungen

 

 

 

Stationäre Patienten

12 656

13 926

+10,0%

Ø Aufenthaltsdauer (Nächte)

5,1

4,9

 

Ambulante Patienten

66 652

76 605

+14,9%

Total Patienten

79 308

90 531

+14,1%

 

 

 

 

Finanzen

 

 

 

Betriebsertrag in Mio. CHF

221,9

246,7

+11,2%

Betriebsaufwand in Mio. CHF

219,2

233,7

+6,6%

   davon Personalaufwand

153,6

162,0

+5,5%

EBITDA**) in Mio. CHF

2,6

13,0

 

EBITDA-Marge in %

1,2

5,3

+4,1%

Jahresergebnis in Mio. CHF

–7,7

–0,1

 

 

 

 

 

Stellen

 

 

 

Stellen

1 266,4

1 370,2

103,8

Mitarbeitende

1 698

1 985

287

 

*)    Die Spitalzentrum Biel AG legt ihrem Rechenschaftsbericht die Konzernrechnung nach Swiss GAAP FER zugrunde, die auch die Beteiligungen an der Ambulanz Region Biel AG (ARB AG), Localmed Biel/Bienne AG, Walk-in Lyss AG sowie EndoDia AG berücksichtigt.

**)   Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)